Aktuelle Termine


Informationen zu früheren Veranstaltungen finden sich hier.


Attac Sommerakademieattac
15. – 19. Juli
BRG Wiener Neustadt, Gröhrmühlgasse 27

Arbeit neu denken! – Tätigsein in einer solidarischen Postwachstumsgesellschaft

Die Sommerakademie hat sich zum Ziel gesetzt die Thema Arbeit – als wesentlichen Bestandteil eines guten und würdigen Lebens – in seiner Vielschichtigkeit zu erfassen und in den Kontext einer globalen, solidarischen und ökologischen Postwachstumsgesellschaft zu setzen. Ganzheitliche und strukturelle Zusammenhänge sollen offengelegt und ein tiefgehendes Verstehen der im Detail doch recht komplexen Thematik ermöglicht werden.

Samstag, 18. Juli, 13:30 – 16:30 Uhr
Wie wir arbeiten wollen

Wie die Arbeit der Zukunft aussehen könnte, darüber wird viel diskutiert, Utopien und Dystopien entwickelt, über Arbeitszeit und -lohn gestritten. Aber – wie WOLLEN wir eigentlich arbeiten? Unter welchen Bedingungen empfinden wir Arbeit als befriedigend, sinnvoll, ja wann macht sie sogar Spaß? Und warum erfüllt Lohnarbeit diese Bedingungen oft nicht? Diese Fragen bleiben in den Diskussionen häufig außen vor, in dem Workshop wollen wir ihnen anhand unserer eigenen Biografien nachgehen und überlegen, inwieweit wir daraus allgemeine Prinzipien oder Forderungen ableiten können. Anleihen nehmen wir dabei aus der Subsistenz-, der Care- und der Commons-Perspektive.

Workshop mit Brigitte Kratzwald


Sommerakademie Attac Deutschlandattacde
5. bis 9. August 2015
Marburg, Richstberg-Gesamtschule

Donnerstag, 6. August, 20:00 – 22:00 Uhr
Wachstum als Versprechen? Lösung oder Ursache gesellschaftlicher Krisenphänomene?

Das Podium steht in einem engen Bezug zum Attac-Schwerpunkt “Jenseits des Wachstumszwangs: Globale Armut und Naturzerstörung solidarisch überwinden!”.
Betrachtet man die Schulden- und Finanzkrise, die größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich oder den Klimawandel, dann stellt sich die Frage: Trägt Wachstum zur Lösung dieser heftigen und existenziellen gesellschaftlichen Krisenphänomene bei oder ist die immer noch verbreitete Fixierung auf Wachstum nicht vielmehr Hauptursache? Nicht von ungefähr ist “mehr Wachstum und damit mehr Wohlstand” auch das Hauptargument für TTIP und CETA.

Drei Positionen prägen die Debatte: Wirtschaftswachstum als Lösungsstrategie – nur ständiges Wachstum könne die Probleme überwinden. Die wachstumskritische Perspektive sieht umgekehrt in der Orientierung auf Wachstum die grundlegende Problemursache weil soziale und Umweltkriterien zugunsten der Profitorientierung die Probleme verschärften. Eine dritte Perspektive steht Wachstum nicht grundsätzlich kritisch gegenüber, fordert jedoch qualitatives Wachstum in unterschiedlichen Ausprägungen.

Wir wollen mit diesem Podium einerseits die Notwendigkeit von Transformation ausloten und uns andererseits mit den nach wie vor vorherrschenden vermeintlichen Sachzwängen auseinandersetzen.

Podiumsdiskussion mit

  • Brigitte Kratzwald
  • Sabine Reiner (ver.di)
  • Dr. Alexander Schumann (DIHT)
  • Moderation: Werner Rätz

Degrowth konkret: Klimagerechtigkeitdegrowth
Sommerschule 2015 gemeinsam mit dem Klimacamp
9. – 14. August 2015, Rheinland

Mit dem Schwerpunktthema Klimagerechtigkeit wollen wir die Notwendigkeit eines umfassenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels unserer energie- und ressourcenintensiven Lebensweise sichtbar machen und konkrete Lösungen und Alternativen diskutieren. Damit wird die Sommerschule die Erkenntnisse der 4. Internationalen Degrowth-Konferenz 2014 in Leipzig in Bezug auf eine zentrale Herausforderung unserer Zeit vertiefen und konkretisieren.

12. und 13. August, 11:00 – 13:00 Uhr
Technik, Degrowth und das gute Leben

Wie kann Technik in einer Gesellschaft aussehen, die die Arbeit am Lebensnotwendigen und das gute Zusammenleben in den Mittelpunkt stellt? Dieser Frage wollen wie zwei Tage lang nachgehen. Überzeugt davon, dass ökologische Modernisierung und technische Innovationen, die dem gleichen Paradigma folgen, das die Probleme verursacht hat, nicht in eine wünschenswerte Zukunft führen, überlegen wir gemeinsam, wie eine andere Technik aussehen könnte und müsste, und an welchen Orten in der Gesellschaft sie in Keimformen schon entsteht. Der erste Tag ist Input, gemeinsamer Diskussion und visionären Überlegungen gewidmet, während wir uns am zweiten Tag in Kleingruppen mit ganz konkreten Projekten und der Möglichkeit ihrer Bewertung beschäftigen wollen.

2-teiliger Kurs mit Brigitte Kratzwald und Andrea Vetter

13. August, nachmittagsKlimacamp
Commons und Klimawandel

In Commons wird entsprechend den Bedürfnissen der Menschen und mit Rücksicht auf die vorhandenen Ressourcen produziert. In einer commonsbasierten Gesellschaft gibt es keinen Wachstumszwang und alle können darüber mitbestimmen, was sie betrifft. Soweit sind sich in der Commons-Diskussion alle einig. Dass eine solche Gesellschaft auch dem Klimawandel besser begegnen könnte als ein kapitalisitsche, das ist naheliegend – aber stimmt es auch wirklich? Jedenfalls gibt es keine konkrete Position zum Klimawandel in der Commons-Diskussion. Daran würde ich gerne im Workshop arbeiten: Wo gibt es Anknüpfungspunkte zwischen Klimaaktivist*innen und Commonsaktivist*innen? Was und wie können Commons zur Verlangsamung des Klimawandels beitragen? Ist das Klima ein Commons? Oder die Atmosphäre? Oder das CO2? Solche Fragen möchte ich in diesem Workshop diskutieren, bestenfalls mit einigen konkreten Punkten als Ergebnis.

Workshop am Klimacamp mit Brigitte Kratzwald


Arbeit in der Postwachstumsgesellschaftfest
Tagung der Evangelischen Studiengemeinschaft Heidelberg
23. – 24. September, Heidelberg

Wir fragen nach den Herausforderungen für Arbeit und Beschäftigung, wenn Wirtschaftswachstum geringer wird oder gar ausbleibt, und nach Konzepten für eine Transformation der Arbeitsgesellschaft. Ändert sich nichts an den bestehenden Wirtschafts- und Arbeitsmodellen, könnte das Ausbleiben von Wachstum als Katastrophe wahrgenommen werden. Ein Übergang in eine Postwachstumsgesellschaft erfordert daher neue Herangehensweisen. Die Tagung beleuchtet die Zukunft der Care-Arbeit, neue Arbeitszeitmodelle und Fragen der sozialen Sicherung ebenso wie das Arbeiten in alternativen Wirtschaftsformen und fragt: Was bedeutet “gute Arbeit” auf dem Weg zu einer Wirtschaft ohne Wachstum?

24. September, 10:00 Uhr
Commoning – Selbstbestimmt Arbeiten als zukunftsweisende Praxis?

Vortrag von Brigitte Kratzwald


Wirtschaft ist mehr!global_campus
Welche Arten der Versorgung gibt es?
20. Oktober 2015
18:30 – 20:30
Elisabethstraße 5b, Graz

Wirtschaftskrise, Kreditklemme, Arbeitslosigkeit – wenn von Wirtschaft
gesprochen wird, meint man normalerweise Geldwirtschaft, von der
Lohnarbeit über den „Konsum“ bis hin zu den Finanzmärkten. Dabei gibt es
viele verschiedene Möglichkeiten, wie Menschen an die Dinge kommen, die
sie für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse brauchen. Im Lebensalltag der
meisten Menschen in aller Welt nimmt die Geldwirtschaft keineswegs den
größten Stellenwert ein. In dem Workshop wollen wir uns mit Formen der
Produktion und Bedürfnisbefriedigung beschäftigen, die einer anderen
Logik folgen als die Geldwirtschaft und vor allem auf tragfähigen
Beziehungen aufbauen.

Einführungsworkshop zur Global Campus Reihe 2015 “Was brauche ich zum Leben” mit Brigitte Kratzwald.
Veranstalter Südwind


Elevate Festival
22. – 26. Oktober 2015

Infos folgen


Wie wollen wir leben? Commons, Demokratie und Handlungsmachtkogo
11. Dezember 2015, 14 – 18 Uhr
Afro-Asiatisches Institut, Salzburg

Für eine nachhaltige globale Entwicklung ist eine Umkehr zu sozial und ökologisch nachhaltigen Strukturen, die globale Umverteilung und ein neues Verständnis vom „guten Leben für alle“ fördern und fordern, notwendig. Die Suche nach Wegen zu einer solchen Gesellschaft erfordert Räume und Strukturen, in denen Chancengleichheit, Handlungsermächtigung und Demokratisierung praktiziert werden können. In einer zunehmend kapitalistisch organisierten Gesellschaft, in der Freiräume zunehmend im Sinn kapitalistischer Verwertungslogik vereinnahmt werden, wird es immer schwieriger, Räume zu finden, in denen mit alternativen Strukturen experimentiert werden kann. Hier trifft sich das Bemühen, nachhaltige globale Entwicklung lokal mitzugestalten, mit dem Begriff der „Commons“.

Was sind Commons? Warum sind öffentliche Freiräume wichtig für Demokratie, Handlungsmacht und Selbstbestimmung von BürgerInnen? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der kapitalistischen Marktlogik und dem Verschwinden dieser Räume in vielen Städten im Globalen Norden? Welche Auswirkungen hat die zunehmende Privatisierung von Commons wie Land und Wasser im Globalen Süden auf nachhaltige Entwicklung und Ernährungssouveränität? Was können wir dagegen tun? Der Workshop gibt kritischen Einblick in die Zusammenhänge von Commons, urbanen und ländlichen Freiräumen und Demokratisierung, setzt diese Themen in einen globalen Bezugsrahmen und stellt Handlungsoptionen zur Diskussion.

Workshop mit Brigitte Kratzwald