Vergesellschaftung und Lebenswelt
21. Juni 2012, 20.00 Uhr
Universität Mainz
Vortrag und Diskussion mit Brigitte Kratzwald
Die Trennung der Bereiche “Wirtschaft” und “Soziales” ist eine Folge der kapitalistischen Produktionsweise. Dadurch erscheinen Tätigkeiten, die zur grundlegenden Reproduktion des Lebens erforderlich sind und zur Lebensqualität beitragen, als Kostenfaktor, der möglichst gering gehalten werden muss. In alternativen Produktionsmodellen stehen genau jene Tätigkeiten, die unsere unmittelbaren Bedürfnisse befriedigen im Mittelpunkt. Dadurch können die Bedürfnisse aller befriedigt werden und alle können ihre Fähigkeiten einbringen.
Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe “Mein, Dein, Unser” (pdf) bei der es um das Thema Vergesellschaftung geht. Organisiert wird die Veranstaltung vom “Kritischen Kollektiv”, einer Studierendengruppe an der Uni Mainz.
Wie gewöhnliche Menschen außergewöhnliche Dinge tun

1. Deutschsprachige Commons-Sommerschule
22. – 30. Juni 2012
Kulturhof Bechstedt, Thüringen
Eine Woche lang treffen sich commonsbewegte Menschen in erholsamer und anregender Umgebung um zu diskutieren, spannende Projekte vorzustellen und sich mit Fragen der praktischen Umsetzung zu beschäftigen. Termin schon mal vormerken, wir arbeiten bereits intensiv an der Vorbereitung und freuen uns auf Euch!
Weitere Informationen und Programm gibt es hier.
18. – 22. Juli 2012
Schloß Goldegg, Salzburg
Den Schwerpunkt der diesjährigen Sommerakademie bilden die Herausforderungen für Europa und die sozialen europäischen Bewegungen. Wir beschäftigen uns mit den Fragen: Wo stehen wir in Europa? Was propagieren die politischen/wirtschaftlichen Eliten/Regierungen? Welche Alternativen sehen wir? Welche Rolle haben die europäischen sozialen Bewegungen und Attac in der Eurokrise?
Wie kann Energie ein Commons werden?
Energy Security – For Whom and For What? So heißt eine Studie der britischen NGO The Corner House. Energie gehört – neben Essen und Wohnen – zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Das Thema Energie ist aber auch wegen der Notwendigkeit des Ausstiegs aus der fossilen Energie hoch aktuell. Soll der Umstieg auf erneuerbare Energie die Bedürfnisse der Menschen befriedigen ohne die Umwelt zu zerstören oder neue Renditemöglichkeiten für InvestorInnen schaffen und ein “grünes Wachstum” ermöglichen? Erneuerbare Energien sind ideal dazu geeignet, als Commons organisiert zu werden. Das würde die Macht der großen Energiekonzerne brechen, daher versuchen diese, die Weichen für die Versorgung mit erneuerbarer Energie in ihrem Sinne zu stellen. Häufig verkommt “Bürgerbeteiligung” dabei zum Schlagwort für den politischen Stimmenfang. Was kann die Idee der Commons dazu beitragen, in diesem Feld komplexer Interessenslagen handlungsfähig zu werden?
Informationen zu früheren Veranstaltungen finden sich hier.



