Das politische Verbotsproblem

Der Anlass war eher nichtig, der Artikel, den Marco Schreuder da geschrieben hat, wirft aber wichtige Fragen auf: Was muss der Staat regeln, was könnte er den BürgerInnen selbst überlassen? Immer häufiger werden vom Staat Regelungen für alle möglichen Dinge verlangt, das Ergebnis ist, dass immer mehr Dinge einfach verboten werden.

Ein passendes Foto habe ich im Urlaub im Park von Miramare bei Triest geschossen:

Marco Schreuder stellt fest, dass es für immer mehr Dinge immer mehr Regelungen gibt:

„Checkte man früher einfach in ein Hotel ein, bekommt man heute oft eine ganze Liste an Erlaubtem und Nichterlaubtem. Pissoirs waren früher einfach Pissoirs, heute sind es Regelwerke mit vielen Verbotsschildchen und Piktogrammen. Für das Geschriebene auf der Rückseite von Eintrittskarten zu Veranstaltungen bräuchte man mittlerweile juristische Fachberatung.“

Und er meint abschließend: „Sollte nicht die Gesellschaft mehr aufgefordert werden, Dinge unter sich zu regeln?“

Und hier, denke ich, könnte die Commons-Idee greifen. Sicher ist es notwendig, manche Dinge zentral zu regeln. Aber für viele Dinge wäre es vermutlich einfacher, wenn die NutzerInnen für sie passende Regelungen finden würden, die der jeweiligen Situation entsprechen. Viele Verbote wären dann vielleicht nicht nötig. Die Commons könnten also auch der Diskussionen um den Kontroll- und Überwachungsstaat neue Impulse geben.

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