Archiv 2011


Tagung Com’on
Die alte Eigentumswelt dreht sich
Rosa-Luxemburg-Stiftung

10. Dez. 11.00 – 17.30 Uhr
Franz-Mehring-Platz 1, Berlin

Commons haben das Zeug zu einer neuen großen Erzählung. Haben sie? Was ist das Neue an den Commons, was unterscheidet sie von Kommune und Kommunismus, von Gemeineigentum und Öffentlichem – und was verbindet sie? Was bedeutet die Aussage, Commons bewegten sich «jenseits von Markt und Staat»? Was können die Commons, die Commoner – und was nicht? Welche Rolle spielen Commons bei der Occupy- Bewegung? Dreht sich die alte Eigentumswelt? Und was heißt das für die Linke(n)?

Programm:

11:00–14:00 Uhr
Einstieg: Film und Diskussion

Mit Commons die Machtverhältnisse ändern
Brigitte Kratzwald, Graz, commons.at

Das Öffentliche und Commons
Rainer Rilling, Berlin, Rosa-Luxemburg-Stiftung

Commons und Kommune
Mike Nagler, Leipzig, Attac

Commons als Grundlage einer neuen Produktionsweise
Stefan Meretz, Berlin, keimform.de

14:00–15:00 Uhr
Occupy Buffet

15:00–16:45 Uhr
Worldcafé
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Grüne Bildungswerkstatt
3. Dezember, 10.00 – 17.00 Uhr
Haus der Begegnung Mariahilf, Königseggasse 10 – 1060 Wien

Seminar: Commons in der Stadt – Wie die Stadt durch Commons gewinnt.

Auch Städte gerieten in den letzten Jahren unter den Druck neoliberaler Verwertungslogik. Stadtplanung orientiert sich am Ziel des Profits und wendet sich hauptsächlich an Investoren. Die Nutzung des öffentlichen Raumes wird durch immer mehr Verbote eingeschränkt und zunehmend auf Autoverkehr und Konsum reduziert, während etwa StraßenkünstlerInnen oder BettlerInnen systematisch ausgegrenzt oder sogar kriminalisiert werden. Darunter leidet die Lebensqualität in den Städten genauso, wie die Möglichkeiten von Bürgerinnen und Bürgern sich aktiv an der Gestaltung ihrer Städte zu beteiligen. Als Reaktion darauf sind viele unterschiedliche Initiativen entstanden, in denen Menschen versuchen, sich ihre Städte aktiv wieder anzueignen. Diese reichen von Critical mass – Veranstaltungen und Gehsteigfesten über Guerilla Gardening bis zu Stadtteilinitiativen, die sich dem Verkauf ihrer Häuser und Siedlungen an Investoren widersetzen.
Alle diese Dinge können unter dem Begriff der „urbanen Commons“ diskutiert werden, wobei Fragen von Eigentums- und Nutzungsrechten ebenso verhandelt werden, wie Probleme von Nutzungskonflikten und deren Regelung und Fragen einer direkten Demokratie. Es geht darum, einen emanzipatorischen Begriff des „Öffentlichen“ zu entwickeln, der nicht auf den Staat beschränkt ist, sondern die Bewohnerinnen und Bewohner von Städten als mündige Menschen wahrnimmt. Wie das in konkrete Praxis umgesetzt werden kann, darüber wird es in dieser Veranstaltung gehen.

Nach kurzen Einführungsvorträgen werden sich bestehende Commons-Projekte vorstellen.
Programm:

10.15 – 11.30 Kurzvorträge
a) Jens Kastner: Die neoliberale Stadt und die Bewegung „Recht auf Stadt“

b) Brigitte Kratzwald: Urbane Commons

11.45 – 12.30 Projektvorstellung

12.30 – 14.00 Mittagspause

14.00 – 15.45 Diskussion in Arbeitsgruppen

  1. Offene Reparatur und Recyclingwerkstätten – sinnvoll und selbstbestimmt arbeiten?
  2. Obstbäume in der Stadt – als Beitrag zur regionalen Nahrungsmittelversorgung
  3. Bürgerkommune – neue Formen kommunaler Mitbestimmung und Bürgerbeteiligung
  4. Kunst & Aktion – Taktiken der Aneignung im öffentlichen Raum
  5. Wissensallmende – Wissen wird durch Teilen mehr, nicht weniger

16.00 – 17.00 Gemeinsamer Abschluss – Vernetzung bestehender und Anstoß
zu neuen Projekten und Kooperationen

Während des ganzen Tages: Marktplatz der beteiligten Initiativen und
Projekte

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Studientag „Green Economy“
des Deutschen Frauenrates in Kooperation mit genanet

12. Nov. 2011, 13.30 – 16.30 Uhr im Bildungszentrum Erkner, Seestraße 39, 15537 Erkner

Arbeitsgruppen:

  • Care Economy in der green economy, Referentin Daniela Gottschlich
  • Teilhabe und Mitgestaltung – Leitlinien einer sozial und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft, Referentin Brigitte Kratzwald
  • Lebensstil und Konsumverhalten, Referentin Ines Weller

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Fachgespräch der AG Frauen im Forum Umwelt&Entwicklung
Green Economy – Wirtschaften für nachhaltige Lebensbedingungen

11. Nov. 2011, 11.00 – 17.00 Uhr
Dircksenstr. 47, Berlin

Langsam dämmert es auch jenseits der feministischen, sozialen und ökologischen Wachstumskritik: die dominierende ökonomische Wachstums-Rationalität ist nicht tragfähig. Besteht dadurch die Chance, dass die ökologisch feministische Ökonomiekritik besser wahrgenommen wird? Kann sie in breiteren Allianzen Teil einer wirksamen Veränderung zugunsten gender_gerechter, nachhaltiger Politikausrichtung werden?

Vorträge:
Brigitte Kratzwald (Graz): Die Wiederaneignung unserer Lebensbedingungen durch Commons
Dr. Christa Wichterich (Bonn): Übergänge zu anderem Wirtschaften aus der Perspektive feministischer Ökologie

Kommentierung:
Dr. Elisabeth Stiefel, Köln
Daniela Gottschlich, Universität Lüneburg
Prof. em. Gertrud Dorsch; Münster
Meike Spitzner, Wuppertal Institut

Hier das Programm als pdf.

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sbsm camp

19. – 20. Oktober 2011
Seminar- und Veranstaltungszentrum Catamaran
Johann-Böhm-Platz 1, 1020 Wien – U2 Donaumarina

Mittwoch, 19. Oktober, 12.00 Uhr:

Unsere Freiräume, unsere Güter verteidigen
Thema: Abwehr der Ökonomisierung und der Unterwerfung von “allem” bzw. unseren Freiräumen und (öffentlichen) Gütern unter das Primat der Gewinnmaximierung; Grundidee dieses Gesprächs, das Nebeneinander unterschiedlicher “Kämpfe”, nämlich zB der Erhalt/Finanzierung/Bespielung eines autonomen Kulturzentrums neben der Verteidigung des öffentlichen Gesundheitswesens neben dem Beharren auf lebendige öffentliche Räume und Versammlungen neben … was haben diese konkreten “Kämpfe” gemein?

Gäste: u.a. raumsinn, Brigitte Kratzwald, gesundheitskampagne.at, …
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Aktionsradius

18. Oktober 2011, 19.30 Uhr, Gaußplatz 11, 1200 Wien

Martina Handlers Änderungssalon:
Commons & das Gute Leben

In den letzten Jahren erlebte die Idee der Commons in den Soziale Bewegungen, aber zunehmend auch in der öffentlichen Wahrnehmung, einen Aufschwung. Als soziale Organisationsform „jenseits von Markt und Staat“, die ökologische, soziale und demokratiepolitische Aspekte verbindet, erlaubt sie, drängende gesellschaftliche Fragen neu zu stellen, zukunftsweisende Antworten auf die vielfältigen Krisen denkbar zu machen und Praktiken von Selbstorganisation sichtbar zu machen, die durch die Dominanz des Marktmodells in Vergessenheit geraten sind. Die Produktion von Commons ermächtigt Menschen dazu, sich ihre Lebensbedingungen wieder anzueignen und dadurch unabhängiger vom zerstörerischen Marktsystem an der Vision eines Guten Lebens zu arbeiten.

Vortrag und Diskussion mit Brigitte Kratzwald
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Grüne Liga, Berlin
23. September 2011, 19.30 Uhr, Restaurant Merhaba im Haus der Demokratie & Menschenrechte

Vortrag: „Gemeingüter – ein anderes Betriebssystem für die Gesellschaft?“
von Brigitte Kratzwald, anschließend Diskussion

Ein Begriff, der lange als veraltet oder überholt galt, erlebte in den letzten Jahren eine Renaissance: die „commons“, auf Deutsch auch als “Gemeingüter”oder “Allmende” bezeichnet. Angesichts der vielfältigen Krisen, mit denen wir gegenwärtig konfrontiert sind, wird der Ruf nach Alternativen laut. In den letzten Jahrzehnten haben wir nahezu alles, was wir zum Leben brauchen, privatisiert, zur Ware gemacht und Profit und Wettbewerb unterworfen. Die Grundlagen unserer Wirtschaft und Gesellschaft – die ökologischen, sozialen und ökonomischen – wurden dadurch zerstört. In dieser Situation weist das Konzept der „commons“ die Richtung zu Lösungen, die den Bedürfnissen der Menschen in verschiedenen Gesellschaften ebenso Rechnung tragen wie der Erhaltung natürlicher Ressourcen, und macht Optionen jenseits der Wachstumsökonomie denkbar. Die Sozialwissenschaftlerin Brigitte Kratzwald aus Graz stellt ihre provokanten Thesen vor.

Siehe auch hier im Programm des Hauses der Demokratie

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XIV. Forum Jägermayerhof

Demokratie: Wir werden Macht!
6. – 8. September 2011
AK-Bildungshaus Jägermayrhof
Römerstraße 98
4020 Linz

Donnerstag, 8.September

9.00 Uhr: Wie werden wir mächtig?

Teil 1: Mag. Oliver Röpke, Leiter ÖGB-Europabüro Brüssel und Dr. Klaus Dörre, Professor für Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Demokratie und Gewerkschaften sind untrennbar miteinander verbunden. In den Referaten soll die Frage beantwortet werden, welche Beiträge die europäischen Gewerkschaften zu einer demokratischen Ökonomie leisten können und vor welchen Herausforderungen sie dabei stehen.

Teil 2: Brigitte Kratzwald: „Commons – das Leben selbst in die Hand nehmen“
pätestens seit Elinor Ostrom 2009 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet wurde, taucht der Begriff „Commons“
immer häufiger in der politischen Debatte auf. Was steckt dahinter? Welchen Beitrag kann die Idee der Commons zur
Diskussion um neue Formen der (Wieder)Aneignung unserer Lebensbedingungen leisten? Beschreibt sie einen brauchbaren
Mittelweg zwischen „Alles-Staat“ und „Total-Privat“? Hat sie das Potenzial, gesellschaftliche Machtverhältnisse zu verändern?

11.00 Uhr: Vertiefende Gesprächsforen, darunter
Commons und Demokratisierung. Beispiele gelebter Wirtschaftsdemokratie
In Vertiefung der vorangehenden Einführung werden Brigitte Kratzwald und Andreas Offenborn das gesellschaftliche Handeln und die Motivation dazu vor dem Hintergrund der Idee der commons – verstanden als Aneignung unserer Lebensbedingungen und Teilhabe an der gesellschaftlichen Produktion diskutieren. Andreas Offenborn ist Betriebsratsvorsitzender bei ELIN EBG Traction GmbH, Sprecher der lokal-regional tätigen Verkehrsinitiative Aktionskommitee „Unsere Westbahn – unsere Busse“, und Aktivist der österreichweit tätigen Dach-Verkehrsinitiative probahn, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Purkersdorf.
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Volksstimmefest 2011

Podiumsdiskussion: Konzepte gegen den Krisentsunami
3. Sept. 2011, 18.30 – 19.00 Uhr im Diskussionszelt auf der Jesuitenwiese

Linke Intellektuelle und VertreterInnen fortschrittlicher Gruppen diskutieren gemeinsame Wege gegen die Vorherrschaft neoliberaler Ideologie und Praxis: Ist die Linke dazu richtig aufgestellt? Welche gemeinsamen Aktionen können helfen, die Wirtschaftskrise zu bekämpfen, die ökonomische Ungleichheit zu verringern, die Steuergerechtigkeit zu erhöhen, die Meinungsführerschaft (wieder) zu gewinnen?

Diskussion mit

  • Günther Ogris (SORA)
  • Brigitte Kratzwald (www.commons.at)
  • Ulrike Kruh (Forum Soziale Gerechtigkeit)
  • Franz Parteder (stv. Bezirksvorsteher Graz Innere Stadt)
  • Karl Reitter (Grundrisse)
  • Leo Furtlehner (Bundesvorstands der KPÖ)

Veranstalter: transform.at, Moderation: Peter Fleissner
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European Network Academy
Creating our common future

9. – 14.08.2011 in Freiburg im Breisgau

Donnerstag, 11. und Freitag, 12.08., jeweils 16.45 – 18.30
Seminar „Global Commons“ mit

  • Adelheid Biesecker
  • Claudia von Braunmühl
  • Brigitte Kratzwald
  • Uta von Wintersfeld

Jahrzehnte der Erfahrung mit den katastrophalen sozialen, ökologischen und politischen Folgen neoliberaler Politiken haben die Suche nach politischen und gesellschaftlichen Organisationsformen jenseits von Staat und Markt neu belebt. Zwischen den Begriffen Öffentliche Güter und Gemeingüter öffnet sich ein weites Feld von Visionen, sozialen Lebenswelten und Strategien. Hier werden lokale wie globale Belange verhandelt bzw. treten, beide im Kampf gegen kapitalistische Aneignungsinteressen, konflikthaft gegeneinander an. Der Zugang zu sauberem Wasser, die Erhaltung der Biodiversität, der Schutz des Klimas oder die Verfügung über Wissen, in allen diesen Bereichen werden auf globaler bis lokaler Ebene in wachsendem Maße Auseinandersetzungen um Deutungshoheit, rechtliche Rahmungen, um Kontrolle und um das Recht auf selbstbestimmtes Nutzen geführt.
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Attac Sommerakademie

13.07. – 17.07.2011 in Graz

Die 10. Sommerakademie des globalisierungskritischen Netzwerks Attac vom 13. bis 17. Juli in Graz stellt konkrete Wege alternativen Wirtschaftens vor und diskutiert Schritte zu ihrer Umsetzung.

Mittwoch 13.7.2011, 19:00 – 21:00
Caritas Schulzentrum, Grabenstraße 41, 8010 Graz

Podiumsdiskussion

ExpertInnen-Plenum: „Wirtschaften wie noch nie! Alternative Modelle im Diskurs.“

* Brigitte Kratzwald, Themenstrang Commons
* Christian Felber, Themenstrang Gemeinwohl-Ökonomie
* Dagmar Embshoff, Themenstrang Solidarische Ökonomie
* Andrea Vetter, Themenstrang Post-Wachstum

Moderation: Jörg Knall

Die vier Wirtschaftsmodelle werden kurz vorgestellt, dann Differenzen beleuchtet und letztlich die Verbindungen und das Zusammenführende herausgearbeitet.

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Donnerstag, 14. bis Samstag, 16.07. jeweils 10 – 13 Uhr

Seminar Commons – das Leben selbst in die Hand nehmen
mit Andreas Förster und Brigitte Kratzwald

  • Teil 1: Commons-Einführung (Brigitte Kratzwald)
  • Teil 2: Commons und Kommunalpolitik (Andreas Förster/Brigitte Kratzwald)
  • Teil 3: Urbane Commons in der Praxis (Andreas Förster)

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Neoliberalismus – Krisenfolgen – Machtverhältnisse

Symposium vom 17.06. – 19.06.2011 im Forum Stadtpark in Graz

Samstag, 18.06., 19:30-21:30

Podiumsdiskussion: Was tun?

Emanzipatorische Strategien gegen Neoliberalismus und Krise…für ein gutes Leben für alle.
Es diskutieren:

  • Christina Kaindl (Gruppe soziale Kämpfe, Rosa Luxemburg Stiftung / Berlin),
  • Jens Wissel (Institut für Sozialforschung, Universität Frankfurt am Main),
  • Käthe Knittler (PrekärCafé, MayDay / Wien),
  • Brigitte Kratzwald (commons.at / Graz)

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Systemwechsel: Commons/Gemeingüter
Organisiert von Enara

Mittwoch, 27. April 2011, 19 Uhr
Institut für Wissenschaft und Kunst Wien (IWK)
Berggasse 17/1, 1090 Wien

Eine Gesellschaft ohne Rassismus und Ausbeutung ist in ihrer ökonomischen (und ökologischen) Grundlegung nur jenseits des Kapitalismus vorstellbar. Langezeit galt eine mehr oder weniger zentrale Planwirtschaft als Patentmodell nachkapitalistischer Ökonomie. Die gescheiterten „realsozialistischen“ Experimente zwangen uns zum Überdenken dieses Dogmas. Im Zuge der Debatten um eine „Solidarische Ökonomie“ sowie aus dem Kontext der „Open-Source“-Bewegung von ComputeraktivistInnen wurden in letzter Zeit intensive Diskussionen um eine Ökonomie der Commons, der Gemeingüter geführt. Im Rahmen unserer Diskussion soll ausgelotet werden, welche Chancen, aber auch Risken, eine nichtkapitalistische Ökonomie basierend auf Commons für eine Überwindung gesellschaftlicher Herrschaftsverhältnisse mit sich bringen kann. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Rolle sozialer Bewegungen und Kämpfe gerichtet werden, die ja eine Commons-basierte Wirtschaft erst Wirklichkeit werden lassen und dabei gleichzeitig deren chauvinistisches bzw. neokoloniales Potenzial bekämpfen müssen.

Es diskutieren:

  • Massimo DeAngelis, Professor für Politische Ökonomie an der University of East London. Seine Forschungsschwerpunkte sind Globalisierung, Werttheorie und soziale Bewegungen. 2006 veröffentlichte er „The Beginning of History. Value Struggles and Global Capital“. DeAngelis ist Herausgeber des Web-Journals „The Commoner“ und lebt in Monchio (Italien)
  • Brigitte Kratzwald

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Wissenschaftsgespräche bei den Minoriten

Thema 2011: Sharing

5. April 2011, 19.00 – 21.00

Commons: Wohlstand durch Teilen

Vortrag von Brigitte Kratzwald

Bedeutet mehr Besitz immer auch mehr Lebensqualität? Ist Privateigentum wirklich die beste Möglichkeit zur Sicherung von gesellschaftlichem und individuellem Wohlstand? Ist der Markt wirklich das beste Instrument zur Verteilung der Güter, die wir zum Leben brauchen? Seit Elinor Ostrom 2009 den Wirtschaftsnobelpreis für ihr Lebenswerk über Commons erhalten hat, hat sich der Blick für Alternativen wieder geöffnet. Ostrom hat gezeigt: Menschen sind in der Lage Dinge gemeinsam so zu nutzen, dass alle genug haben und die Ressourcen nicht übernutzt werden. Die junge Bewegung zu freier Software zeigt, dass sich Dinge durch Teilen vermehren können. In den letzten Jahren ist die Literatur über Commons explodiert und es ist eine globale Commons-Bewegung entstanden. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Grundlagen der Commons und die laufenden Diskussionen darüber.

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Commons: Gemeinsam nutzen, was allen gehört

31. März 2011, 18.00 – 21.00 Uhr

Grüne Bildungswerkstatt Wien

GBW Seminarraum, Neubaugasse 8, 1070 Wien

Der Begriff „Commons“ bringt neue Aspekte in die aktuelle Diskussion über sozial verträgliche und nachhaltige Wirtschaftsformen. Diese Gemeingüter ermöglichen die kollektive Nutzung und verlangen eine gemeinschaftliche Obsorge.

In den letzten Jahrzehnten wurden viele Gemeingüter dem Profit unterworfen und den Firmen zur kostenlosen Ausbeutung überlassen. Die Grundlagen unserer Wirtschaft und Gesellschaft – die ökologischen, sozialen und ökonomischen – wurden dadurch massiv beeinträchtigt. Die Pflege der Commons erlaubt Alternativen zur Wachstumsökonomie, die den Bedürfnissen der Menschen und der Erhaltung der natürlichen Ressourcen gerecht werden.

Der Workshop bringt eine grundlegende Einführung ins Thema. Diskutiert wird besonders die aktuelle Situation mit der Frage, warum das Thema jetzt wieder besonders interessant ist. Beleuchtet werden alle Aspekte der Commons, also die Bereiche Umwelt und Entwicklung, die Frage globaler Commons und die digitalen und Wissens-Commons.

Vortrag und Diskussion: Brigitte Kratzwald,
Leitung: Fritz Kofler (GBW Wien)
Anmeldung und Information: www.gbw-wien.at

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Ö1 Radiokolleg zum Mitreden

24. März 2011, 19.00 Uhr
Kulturcafé des Funkhauses

Gut für alle. Vom Nutzen und Wert der Gemeingüter

Gemeingüter sind Güter, die allen Menschen oder einer Gruppe zur gemeinsamen Nutzung nach vereinbarten Regeln zur Verfügung stehen. Digitale Gemeingüter (Commons) sollen freien Zugang zu Werkzeugen, Wissen und Kultur ermöglichen. Was können wir aus Wikipedia, freier Software und Creative Commons lernen? Bieten Gemeingüter die Grundlage für eine neue Form des Wirtschaftens? Sind sie eine Möglichkeit, den Klimawandel, die Überfischung der Meere und die Zerstörung der Umwelt aufzuhalten? Sind Menschen überhaupt fähig, Ressourcen gemeinsam zu nutzen, ohne sie zu übernutzen?

Sonja Bettel und Brigitte Voykowitsch – die Gestalterinnen des Radiokollegs „Gut für alle“ und Ina Zwerger, Leiterin der Sendereihe, laden zum Mitreden ein.

Der Diskussion mit dem Publikum stellen sich die InterviewpartnerInnen

  • Brigitte Kratzwald, Sozialwissenschaftlerin, Commons-Aktivistin, Graz
  • Felix Stalder, Medienforscher, Zürcher Hochschule der Künste, Wien
  • Sigrid Stagl, Umweltökonomin, Wirtschaftsuniversität Wien

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Wem gehört die Stadt?

18. – 19. März 2010

Kongress der Heinrich Böll Stiftung Bremen in Zusammenarbeit mit der Heinrich Böll Stiftung NRW, der Heinrich Böll Stiftung Saarland, der Heinrich Böll Stiftung Mecklenburg-Vorpommern und der Heinrich Böll Stiftung im Rahmen des Verbundprojektes „Green New Deal“

Die Stadt ist Basis für Veränderungen und Innovation. In der Wiederentdeckung des Lokalen und dessen Nutzbarmachung durch die Bürger/innen selbst liegt die Chance. Eher von unten, von offizieller Politik noch wenig beachtet, entwickeln sich vielfältige Alternativen in Städten, die über gutes Leben jenseits der Wachstumsdynamik nachdenken und Alternativen erproben.
Die Tagung will dazu anstiften, die Frage, wem die Stadt gehört, kritisch zu artikulieren und an der Stadt als Gemeinwesen jenseits von Verwertungsinteressen mitzuwirken.

Themen: Transition Towns und Gemeingüter mit

  • Reinhard Loske, Bündnis 90/Die Grünen
  • Niko Paech, Carl von Ossietzki-Universität Oldenburg
  • Silke Helfrich, freie Bildungsreferentin und Publizistin
  • Brigitte Kratzwald

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Winter School Solidarische Ökonomie

25. – 27. Februar 2011

Villach, Volxhaus, „Blaue Banane“ und ÖIE Büro

Immer mehr Menschen interessieren sich für ein Wirtschaften, das auf Gleichheit, Partizipation und Solidarität beruht, das die Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt und dem Profitstreben eine Absage erteilt. Vielfältige Beispiele – von Gemeinschaftsgärten über Transition Towns bis hin zu Kooperativen und besetzten Betrieben – zeigen: „Ökonomien von unten“ bieten eine Alternative zu Staatsplanung und Kapitalverwertung. Es ist jedoch noch viel zu tun, um Solidarische Ökonomie zu einer Perspektive zum Kapitalismus und seiner Krise zu entwickeln. Die „Winter School Solidarische Ökonomie“ lädt Euch und Sie in diesem Sinn zu Beiträgen ein.

Freitag, 25. Februar, nachmittags:
Workshop mit Brigitte Kratzwald: Commons und Solidarische Ökonomie – wie hängt das zusammen? – An Hand konkreter Beispiele gehen wir der Frage nach, wie diese beiden Konzepte zusammenhängen, was die Unterschiede sind und wie die Diskussionen gegenseitig voneinander profitieren können.

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GewinnerInnen/VerliererInnen der Globalisierung

Ort: Café Palaver

Stammtisch der Grünen SeniorInnen. Verschieden Modelle von solidarischen Lebens- und Wirtschaftsformen werden vorgestellt.

Mit Brigitte Kratzwald

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