Archiv 2016


Gelebte Gesellschaftspolitik möglich machen
Art of Hosting Konferenz

11. – 13. November 2016

OKH Vöcklabruck

Wir wollen bei der Konferenz verschiedene, bereits vorhandene und gelebten Beispiele und Methoden für partizipatives Politik-Gestalten beleuchten und weiterentwickeln.
Gemeinsam mit neuen Ideen und Menschen werden konkrete Handlungsoptionen für verschiedene Felder und Ebenen in denen Gesellschaftspolitik in der Praxis stattfindet / stattfinden kann angedacht (Gemeinden/Länder/Bund/Verwaltung, Parlament, Parteien, Schulen, öffentlicher Raum, Internet, „wir Selbst“ und unser Selbstverständnis von Politik, etc…)
Dort wo aktive Projekte entstehen wollen, wird der Rahmen dies ermöglichen. Die Konferenz wird nach „Art-of-Hosting-Prinzipien“ gestaltet sein und spiegelt im Optimalfall die Art wider, wie in Zukunft Politik gestaltet werden kann.

Mehr Informationen hier.


Elevate Festival
We are Europe

20. – 23. Oktober 2016

Weitere Informationen folgen und finden sich rechzeitig auf der Elevate Webseite.


Arbeit und Versorgung in der Postwachstumsgesellschaft

28. September um 19:00 – 21:00
Arbeiterkammer Innsbruck

Einerseits senkt Rationalisierung den Bedarf an Arbeitskräften, was zu Arbeitslosigkeit führt. Aus wachstumskritischer Perspektive ist Arbeiten als Selbstzweck nicht positiv, wenn Produkte produziert und über sozialen Druck und Werbung Menschen aufgenötigt werden, die sie eigentlich nicht brauchen. Unbegrenztes Wirtschaftswachstum ist keine ökologisch vertretbare Lösung, kein Wachstum führt aber zu Arbeitslosigkeit. Der Erwerb der Zukunft muss also grundsätzlich anders organisiert werden. Neben klassischen, an der Umsetzung scheiternden Vorschlägen zur Arbeitszeitverkürzung, experimentieren derzeit sozialen Bewegungen mit alternative Formen der Versorgung, beispielsweise über selbstverwaltete Gemeinschaften. Welche Möglichkeiten gibt es? Sind die neuen Formen in der Breite umsetzbar?

Es diskutieren:

  • Brigitte Kratzwald. Autorin und Expertin für Commons, Graz;
  • Sigrid Stagl, Professorin für Umweltökonomie und -politik und Leiterin des Instituts für Umweltökonomie, Wirtschaftsuniversität Wien;
  • Claudia Sacher, feld Verein zur Nutzung von Ungenutztem.

Wege zu einer anderen Ökonomielogo bb
Gelebte Beispiele im Diskurs

29. – 30. Juli 2016
Evangelische Akademie Bad Boll

Wirtschafts- und Konsumwachstum haben uns einen nie gekannten Wohlstand beschert. Mittlerweile wird aber immer deutlicher, dass durch dieses scheinbar unendliche Wachstum von Produktion und Konsum die planetarischen Grenzen dramatisch überschritten werden. Wenn überhaupt, wird darauf mit technologischen Innovationen reagiert, mit dem Ziel, Wirtschaftswachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln. Trotzdem nehmen die Umweltschäden weiter zu. Ist also ein gutes Leben für alle mit den vorhandenen Ressourcen möglich? Statt vermeintlich grünem Wachstum brauchen wir andere Produktions- und Konsummuster, andere Eigentums- und Unternehmensformen, eine suffiziente Alltagskultur und ein solidarisches Verhältnis zu unserer sozialen und natürlichen Mitwelt.

30. Juli, 9:00 Uhr
Die Idee der Commons – Inspiration für den Weg in eine zukunftsfähige Gesellschaft?

Vortrag von Brigitte Kratzwald mit anschließender Diskussion.

Das ganze Programm gibt es hier.


Sozialstaat 4.0 – Digitale Ökonomie und Sozialpolitik

26. – 27. Mai 2016
Paritätischer Wohlfahrtsverband Bremen
Außer der Schleifmühle 55-61
28203 Bremen

Die Digitalisierung der industriellen Produktion sowie im Dienstleistungs-sektor hat weitreichende Folgen auch für die bestehenden Strukturen und Institutionen der Sozialpolitik. Auf der einen Seite gehen veränderte Wertschöpfungsmodelle mit veränderten Arbeitsverhältnissen einher, die vermutlich in der Regel weniger stabil, dauerhaft und abgesichert sein werden als die Normalarbeitsverhältnisse der analogen Ökonomie, die allerdings inzwischen auch dort schon längst keine Regelarbeitsverhältnisse mehr sind. Auf der anderen Seite zieht die digitale Ökonomie ihre Produktivität aus der massenhaften Verfügbarkeit von Daten, die wiederum zu einem relevanten Teil persönliche Informationen über einzelne BürgerInnen enthalten. In beiden Fällen ist das Wissen über die Folgen dieser Prozesse für die bestehenden sozialpolitischen Arrangements und zukünftige sozialpolitische Modelle noch kaum erforscht. Die Tagung soll daher dazu dienen, erste Forschungsansätze zusammenzuführen und Erkenntnisse zu bündeln, insbesondere im Hinblick auf die Entstehung neuer soziale Ungleichheiten, die bereits bestehende digitale Spaltungen verschieben oder verschärfen. Perspektivisch geht es um die Frage, ob wir eine Veränderung der Oberfläche (und Tiefenstruktur) der Sozialpolitik in Richtung eines „Sozialstaats 4.0“ erleben?

Donnerstag, 26. Mai, 18:30 – 20:00 Uhr
Podiumsdiskussion „Sicherung der (sozialen) Rechte in der digitalen Welt“

mit

  • Benedikt Buchner (Universität Bremen, Rechtswissenschaft)
  • Annette Mühlberg (ver.di Bundesvorstand, Berlin)
  • Brigitte Kratzwald (Commons & Co)
  • Thilo Weichert (ehem. Datenschutzbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein)

Moderation: Sebastian Haunss (Universität Bremen, SOCIUM)

Organisation und Informationen
Sebastian Haunss & Frank Nullmeier
Universität Bremen | SOCIUM – Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik


Commons – Ressourcen für alle!logo_stmk
11. Mai 2016, 19:00 Uhr
Grünes Haus, Graz

Themenabend mit Brigitte Kratzwald

Die Aufteilung von Ressourcen ist im jetzigen System ungerecht.

Commons sind ein Konzept dieses durch gemeinschaftliche Nutzung der Ressourcen fairer zu gestalten. Doch wie funktionieren Commons und stellen Commons eine Alternative zum Kapitalismus dar?

Veranstalter: Junge Grüne Steiermark


„Die Commons kommen“musisLogo
„Gemeingüter“- bekannte Tradition oder innovative Sensation? Zukunftschance oder Feindbild?

28. April 2016, 18:30 – 21:00
Inselgespräch auf der Murinsel, Graz

Die Grundhaltung, aus der die regionale Kulturszene lebt, die Konzepte, auf denen regionale Kulturarbeit, volkskulturelle Leistungen in den Kommunen, aber auch die Arbeit in regionalen Museen und anderen nicht formalen Lerneinrichtungen beruhen, zeigen starke Ähnlichkeiten mit einigen Grundprinzipien der Commons – von der überwiegend selbstorganisierten Struktur bis zur Inhaltsorientierung, vom freien Zugang bis zur gemeinschaftlichen Sammlungstätigkeit und zur wissenschaftlichen Tätigkeit im Sinne der beteiligten Gemeinschaft.
Ein Feld in dem sich die Chancen und Risiken der Commons besonders deutlich zeigen ist das Internet. Einerseits ermöglicht uns das Internet den Zugriff auf und die Nutzung von einer Fülle von unentgeltlichen Informationen und Inhalten, andererseits bleiben die Urheber und Verwalter von Inhalten oft finanziell auf der Strecke, bzw. können Inhalte auch leicht verändert und missbraucht werden. Eben dieser Konflikt birgt die Chance, tragfähige Commons-Lösungen im Sinne aller Beteiligten zu entwickeln.

Kurzvortrag von Brigitte Kratzwald: Was sind Commons?

Anschließend Podiumsdiskussion mit:

  • Matthias Beitl, Direktor des Volkskundemuseums Wien
  • David Röthler, Spezialist für Social Media, Salzburg
  • Renate Holzschuh-Hofer, Kunsthistorikerin, Leiterin der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit im Bundesdenkmalamt (BDA), Wien, Themenbezug ist die Kooperation zwischen BDA und Wikimedia Österreich und der Wikipedia, Wien
  • Anita Hofer, Obfrau der IG-Kultur Österreich, Graz
  • Gerhard Ruiss, Autor, Vertreter von „Kunst hat Recht“, Wien
  • und Brigitte Kratzwald

Moderation: Evelyn Kaindl-Ranzinger, MUSIS, Graz

Eine Veranstaltung von MUSIS und dem Volksbildungswerk Steiermark
Gefördert von der Gesellschaft für politische Bildung


Steht die Natur Österreichs vor dem Ausverkauf?ausverkauf

26. April 2016, 17:00 Uhr
1010 Wien, Walfischgasse 12
Festsaal der ÖAV-Sektion Edelweiß

Umweltschutz, der dazu führt, dass Natur immer mehr zur Ware wird? Neue lukrative Finanzmärkte für Verschmutzungsrechte und Biodiversität? Banken und Konzerne, die sich den Zugriff auf das “Naturkapital” sichern wollen?
Die ORF-Dokumentation “Banking Nature” beleuchtet die derzeitige Tendenz, Naturschutz zu einem profitablen Geschäft zu machen. Doch dabei gibt es nicht nur Gewinner – vor allem, was die Umwelt selbst angeht.

Filmvorführung und Diskussion mit:

  • Ingeborg Fiala über problematische Veränderungen im österreichischen und europäischen Umweltschutz (Österreichischer Alpenverein – Sektion Austria)
  • Magdalena Heuwieser über den zivilgesellschaftlichen Einsatz gegen die Bepreisung und Privatisierung von Natur (Verein “Finance & Trade Watch” / Netzwerk “No to Financialization of Nature”)
  • Brigitte Kratzwald über die Notwendigkeit unserer Commons bzw. Gemeingüter (Sozialwissenschaftlerin / commons.at)
  • Karl Staudinger über die Gesetzeslage bezüglich Rechten an der Natur (Jurist-politiktraining.at)

Moderation: Heinz Dungler, Österreichischer Alpenverein – Sektion Edelweiß

Eintritt frei. Bitte um Anmeldung in der Servicestelle: 01 5131003 bzw. austria@alpenverein-austria.at bis 25. April 2016 (beschränkte Teilnehmerzahl).

Die OrganisatorInnen:
Finance & Trade Watch, HungerMachtProfite, Österreichischer Alpenverein


Öffentliches Gut – Nutzen für alle
Beispiele aus dem Weinviertel

10. März 2016, 17:30 – 21:00 Uhr
HAK Mistelbach

Brigitte Kratzwald im Gespräch mit gemeinwohlorientierten Projekten aus dem – und für das – Weinviertel
Kurzreferat: Was sind commons, was macht Commons aus?
Kennenlernen der Projekte in direktem Austausch – Gemütlicher Ausklang

  • Peter LassnigGela Ochsenherz
  • Beatrice StudeRasenna
  • Monika Fuchs – Talente-Tauschkreis
  • Barbara Leichtfried – „MIM“ Mistelbacher Integrationsmarkt, Lebensmittelausgabe für Flüchtlinge
  • Andreas Spiral – Gemeinschaftliche Mobilitätsmodelle im Überblick

Commons in der Landwirtschaftoebv

26. Februar 2016, 14:30 – 18:00
Landwirtschaftsschule Schlierbach, Klosterstraße 11, 4553 Schlierbach

Das gemeinsam genutzte Land war das erste gesetzlich abgesicherte Commons. Heute besinnen sich Menschen wieder auf dieses Konzept, um Ackerland vor dem kapitalistischen Verwertungsdruck zu retten. Aber auch Saatgut war jahrhundertelang ein Commons bevor Patente dem ein Ende setzten. Wissen wurde in der Landwirtschaft sowieso immer geteilt. Was
genau sind Commons und worauf kommt es dabei an? Wie können wir heute die Idee der Commons für kleinbäuerliche und nachhaltige Landwirtschaft nutzbar machen?

Workshop mit Brigitte Kratzwald

Im Rahmen des agrarpolitischen Vertiefungswochenendes. Das ganze Programm als PDF gibt es hier.


Commons – eine Lebensform der Zukunft?

20. Jänner 2016, 19:00 Uhr
Bücherei Lannach

Immer mehr Menschen erkennen, dass es so wie bisher nicht mehr weitergehen kann. Sie machen sich Gedanken, was man gegen Hunger, Armut und den Klimawandel unternehmen kann, damit unsere Gesellschaft auch in Zukunft lebenswert bleibt.
Ein mögliches Konzept dazu bietet sich in Form der Commons an, einer sozialen Praxis, in der sich Menschen gemeinsam um ihre Ressourcen kümmern. Unter dem Motto „Kooperation statt Konkurrenz“ gestalten Menschen ihre Lebenswelt gemeinsam und zum Wohle aller.

Vortrag mit Brigitte Kratzwald